Benjamin Lechleitner - Rekordmeister
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Benjamin Lechleitner: "Die meisten Medaillen sind auch auf der Kehrseite gold!"


Der Teilnehmer:

Der Rekordmeister, Lokalmatador und Ligagründer Benjamin Lechleitner bittet ein letztes Mal in die altehrwürdige Kolberg Road, ein allerletztes Mal zum großen BC-Tanz! Sieben Jahre Herzblut und Leidenschaft steckte er in das im Jahr 2008 spontan an einem Geburtstag gegründete Spektakel. Der Name der Liga, Becks-Cup, war schnell verankert und wurde prompt zu einer bekannten "Marke". Jetzt soll Schluss sein, die lang angekündigte No 10 ist erreicht!
Benjamin Lechleitner prägte das BC-Geschehen von Beginn an und nennt sich schon seit der ersten Stunde Rekordmeister - ein Titel für die Ewigkeit. Den 1.BC 2008 entscheid er praktisch bereits im ersten Spiel. Steffen Klooz war in dieser Zeit der absolute und einzigste Rivale, die Presse schrieb schon damals vom "Classico" - verlieren verboten! Weil der erste BC-Meister seinen Antagonist Steffen Klooz aber vorführte und zudem den ersten Abbruch der BC-Geschichte erzwingte, war das Ding schnell entschieden. Bei der 2.BC-Auflage 2009 sah die Sache schon ganz anders aus, es war eine Menge Professionalität in die noch junge Liga eingekehrt! Plötzlich gab es einen Fünfkampf um die Meisterschaft und man hatte erstmals das Gefühl, dass die Rollen neu verteilt werden können,, die Vorherrschaft Lechleitner/Klooz war endgültig ad acta gelegt! Der BC-Krösus lernte Niederlagen kennen, neue Konkurenz! Mit Raphael Zeller, Yannic Ockert und Steffen Geiger gab es zusätzlich noch drei weitere, die auf demselben Niveau agieren konnten. Fortan ist der Stellenwert des BC-Titels rapide auf Majestätsniveau gestiegen! Der zweite Streich gelang trotzdem, eine Serienmeisterschaft war dabei in Gang zu laufen, wäre da nicht...
...der ewige Rivale Steffen Klooz gewesen! Benjamin Lechleitner verlor nicht nur Spiele im elektrisierenden "Classico", er ging unter und kam nur selten mit einem blaue Augen davon. Der Ligagründer himself verantwortete den zweiten Spielabbruch der BC-Historie, im selben Duell - nostalgisch! Mit der Meisterschaft hatte er in den kommenden Jahren wenig zu tun, die Plätze 4 und 3 sorgten teilweise zu Ratlosigkiet, die heißgeliebte Rekordmeisterschaft war in Gefahr. Die Kraft schien in der Organisation liegengeblieben zu sein, neben der BC unterhält er bis heute mit der 2.Liga, der Champions Trophy, der BC-WM und der Copa gleich fünf Wettbewerbe. 
Den Status als unangefochtenen Ligaprimus holte sich Benjamin Lechleitner aber wieder zurück, als einzigster verteidigte er einen BC-Titel und schaffte dies mit dem Gewinn der Meisterschaften 2012 und 2013. Die Konkurrenz sieht ihn mit fünf Meisterschaften als das "Bayern München der Liga". Im Laufe der Zeit kühlte die Hitzigkeit zwischen den "ewigen Rivalen" Benjamin Lechleitner und Steffen Klooz deutlich ab und man gönnte sich auch den ein oder anderen Erfolg. Zwischenzeitlich hatte es den Anschein, dass das Familienderby gegen Raphael Zeller diese Rolle übernommen hat, dessen Abstieg löschte aber jegliches Feuer.    
In der vergangen Spielzeit bekleckerte er sich allerdings mal wieder nur wenig mit Ruhm, ein satter dritter Platz und die mit 27 Punkten schlechteste Saison aller Zeiten, wurde am Ende schnell vergessen. Dafür soll die Kombinationsmaschine für das große Jubiläum aber nochmal richtig aufgedreht werden! Mit seinem großen Traditionsteam, dem FC Sevilla, geht er an den Start. "Es ist eine Herzensangelgenheit", dennoch möchte er am Ende auf der Eins stehen. Es wird wohl mit das schwerste Unterfangen der Geschichte, die Konkurrenz ist sehr stark aufgestellt. Das neue Spielmaterial erfordert zudem eine Menge Konzentrationsqualitäten, Kreativität und ein klares fußballerisches Verständnis. In der Vergangenheit war er sich oft sicher, dass er zur Meisterschaft marschieren kann. Hier und jetzt sieht das anders aus, auch aufgrund mäßiger Testspielergebnisse. Der Rekordmeister, Lokalmatador und Ligagründer schiebt ungewohnt die absolute Favoritenrolle von sich, sieht sich selbst "auf einer Stelle mit vielen". Man darf rätseln inwiefern diese Worte am Ende der Realität entsprechen. Klar ist: Das BC-Ende soll auch sportlich positiv in Erinnerung bleiben. Denn es ist soweit: Benjamin Lechleitner, der Macher, beendet nun sein "Lebenswerk."


Stärken und Schwächen:

Benjamin Lechleitner präferiert schon immer einen attraktiven Spielstil mit einer großen Kombinationsfreudigkeit. Kontrahent Steffen Klooz nennt das oft auch "brotlose Kunst", der Erfolg gibt dem Rekordmeister aber recht. Denn setzt er sein Spiel durch, kann er seine Gegner nach Belieben beherrschen und ist nicht zu schlagen. Problem: Die altbekannte BC-Blockade - er bekommt es auch bis heute oft nicht auf die Reihe im BC dieselben konzentrierten, sonst reihenweise stattfindende, Galaauftritte auf den Platz zu bringen. Doch auch dann versucht er stets mit einer hohen Ballbesitz und Passquote Sicherheit zu holen, das gelingt auch meistens. Aktuell fällt die Anfälligkeit bei Kontern des Gegners auf, was laut ihm aktuell "schwer abzustellen" sei. Die sonst recht sattelfeste Abwehr könnte also in dieser Saison die ein oder andere Lücke aufweisen. Jahr für Jahr muss er dagegen ankämpfen, dass jeder den Gastgeber und Rekordmeister besiegen will, zumindest die Rolle des amtierenden Meisters hat er in dieser Spielzeit nicht, Nervenspiele sollte er außerdem tunlichst vermeiden, die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Szenarien nicht zu seinen Lieblingsaufgaben gehören, Dann ist es auch egal, wie der Gegner heißt. Dann ist, wie er sagt, auch gegen vorhergesagtes Kanonenfutter "WSV" im eigenen Strafraum.


Team: FC Sevilla
Saisonziel:
 Meisterschaft
Titelkandidaten: Steffen Klooz, Yannic Ockert
Abstiegskandidaten: Steffen Wahl, Lennart Fett, Lukas Pfeiffer
Größte Erfolge: BC-Meisterschaft 2008,2009,2011(2),2012(2),2013, Copa-Sieger 2012, 2013 und 2014, Rekord-BC-Weltmesister (6 Titel 2008-2013), Champions Trophy-Sieger 2011 und 2013(2)
Höchster BC-Sieg: 11:1 gegen Dominik Roßwog (BC 2009, 4.Spieltag)
Höchste BC-Niederlage: 1:4 gegen Benedikt Bauer (BC 2011(2), 3.Spieltag)
Torhymne: Die Höhner - Festpiraten
Einlaufhymne: 
Whitesnake - Here I Go Again

Ergebnisse 2013 (2):
Benjamin - Steffen K.    1:2  2:3
Benjamin - Yannic         1:1  1:1
Benjamin - Benedikt      0:2  2:1
Benjamin - Lukas           7:0  1:0
Benjamin - Steffen G.    2:2  3:1
Benjamin - Steffen W.   3:0  3:0
Benjamin - Dominik    3:0W 3:0W


Historie:

2013: 33:14  Tore 27 Punkte - 3.Platz
2013: 45:11  Tore 45 Punkte - 1.Platz

2012: 32:8    Tore 37 Punkte - 1.Platz
2012: 37:14  Tore 33 Punkte - 2.Platz
2011: 28:15  Tore 29 Punkte - 1.Platz
2011: 41:18  Tore 29 Punkte - 3.Platz
2010: 53:28  Tore 28 Punkte - 4.Platz
2009: 53:18  Tore 34 Punkte - 1.Platz
2008: unbekannt -                    1.Platz

 

Nachgehakt:

Herr Lechleitner, der zehnte und vermeintlich letzte Becks Cup steht bevor. Niemand hat die Geschichte des BCs so geprägt wie Sie, 7 Jahre Herzblut stecken in diesem finalen Event. Man kann sagen der Sheldon Cooper des BCs tritt zurück. Mit einem lachenden oder einem Weinenden Auge?

Jetzt ist natürlich die Frage, ob Sheldon Cooper eine Beleidgung ist oder nicht! Aber ich weiß was gemeint ist. Und ja, ohne mich gäbe es keinen BC - das Wort Rücktritt stört mich aber trotzdem, weil ich nachwievor für alles offen bin, nur wird es den BC eben nicht mehr geben. Ich hoffe auf einen Nachfolger eines anderen Veranstalters. Nach dieser langen Zeit würde auch mal ich gerne Gast sein. Das muss ja nicht in BC-Ausmaß stattfinden.

In der Vergangenheit gab es immer wieder hochemotionale Momente, welcher ist für Sie als der Emotionalste Moment in Erinnerung geblieben?

Da gibt es einige. Aber um die Auswahl zu begrenzen, nenne ich das Siegtor zum 3:2 in der Nachspielzeit gegen Dominik Roßwog 2012. Ich war 0:2 zurück und habe zwei Platzverweise kassiert. Mir gelang der Ausgleich, in der Nachspielzeit aber noch einmal die Notbremse ziehen müssen. Ich habe den Elfmeter gehalten und im direkten Gegenzug das Ding gemacht - pure Glücksgefühle!

Kenner der Branche können sich ein Ende des Becks Cup nicht vorstellen. Man hört stimmen die behaupten ein Herr Lechleitner wird sich auch nach einem 10. Becks Cup nicht von diesem Tunier trennen können. Was sagen Sie dazu? Ist das Ende besiegelt oder können Sie unter gegebenen Umständen doch noch ein kleines Türchen für eine Fortsetzung der Serie offen halten?

Man soll niemals nie sagen.

Haben Sie schon Pläne für die Zeit nach dem Karriere Ende als Rekordmeister?

Wie bereits erwähnt, stehe ich für sonstige Events immer zur Verfügung. Freundschaftsspiele wird es sicherlich noch haufenweise geben.

Kommen wir zum bevorstehenden Tunier. Die Liga ist mit 9 Teilnehmern dieses Mal größer denn je. Haben Sie Sorge bezüglich eines Lagerkollers oder in Hinsicht auf das Zeitmanagement?

Lagerkoller? Es ist eine Wohlfühloase! Fressen, Saufen, Spiele absolvieren - was gibt es besseres? Wer meine Professionalität kennt, der weiß dass man sich hinsichtlich dieser schwachsinnigen Fragen keine Sorgen machen muss!

Aus sportlicher Sicht lief es in der vergangenen Meisterschaft nicht so rosig für Sie. Den Titel ewiger Rekordmeister haben Sie sicher, dennoch einen Würdigen abschied kann nur der Titel bringen. Die Motivation der Potentiellen Titelkandidaten ist groß Ihnen in die Suppe zu Spucken. Wie sehen Sie Ihre Situation kurz vor dem Becks Cup? 

Ja das stimmt. Statistisch war es sogar meine schlechteste Saison aller Zeiten. Dafür gab es aber Gründe, die ich nicht näher erläutern möchte. Aber natürlich wurde ich meinem Standing als Aushängeschild des BC´s nicht gerecht. Es ist im Vorfeld immer schwierig zu beurteilen, ob die anderen an dich herankommen. Aber es ist wie vor jeder Spielzeit, dass viel philosophiert wird.

Wen würden Sie als ihren größten Mitkonkurrenten um den TItel bezeichnen? Gibt es für sie einen Potentiellen überraschungskandidat

Meine Titelkandidaten sind Steffen Klooz und Yannic Ockert. Den anderen traue ich, bei allem Respekt, den Titel nicht zu. Sollte ich mich irren, wäre das eine fette Sensation. Aber es gibt sicherlich Teilnehmer mit dem Potenzial zumindest oben für Unruhe zu stiften.

Der letzte BC ist gleichzeitig ein Jubiläums-BC. Haben Sie sich etwas besonderes für die Teilnehmer überlegt? Wir sind sicher es soll nochmal ein Highlight auf und neben dem Platz werden... So dass der Bc in denkwürdiger Erinnerung bleibt?

Nein, wieso denn? Hat sich denn jemand was für mich überlegt? In Erinnerung bleiben wird er sicherlich, in welchem positiven Ausmaß, dafür ist jeder Einzelne verantwortlich. Eine feuchtfröhliche Stimmung sollte aber gewährleistet sein. 

Unsere Redaktion findet dass Yannic Ockert es schon ziemlich gut auf den Punkt gebracht hat. Er sagt: "Das BC-Ende ist vergleichbar mit dem Tod, es stirbt ein Teil unserer Jugend". Eine Aussage mit Wahrheitsgehalt, oder?

Als Veranstalter freut man sich natürlich immer, wenn das Projekt große Anerkennung genießt. Es zeigt ganz klar, wie etabliert das BC-Geschehen im Jahreskalender war. Es ist bestimmt etwas übertrieben ausgedrückt, aber es war eben immer etwas auf das man sich freuen konnte. 

Schildern Sie den aus ihrer Sicht schönsten und schlimmsten Moment ihrer BC Laufbahn

Den emotionalsten habe ich ja bereits genannt. Ich geriet dank spieltechnisch herausragender Leistung zu einer Ausnahmeerscheinung! Sehr schön waren daher alle meine Meisterschaften. Jede Medaille ist auch auf der Kehrseite gold! Mit jedem Team hatte ich eine enge Verbindung, das ist wichtig und Voraussetzung für Erfolg. Der schlimmste Moment, über den ich mich lange aufgeregt habe, war die verspielte Meisterschaft im direkten Spiel gegen Yannic Okckert. Er wusste damals selbst nicht wieso er Meister wurde. Aber irgendwie gab ich mich auf obwohl meine Position gut war, sehr seltsam!

Welches Spiel war für Sie das beste der BC-Geschichte?

Für mich zweifelsohne das 6:6 zwischen Raphael Zeller und Steffen Klooz. Einfach der Wahnsinn! Ich bemitleide jeden, der das verpasst hat.

Gegen welchen Gegner ist es aus Ihrer sicht am schwersten zu bestehen?

Das ist eine sehr individuelle Frage. Da hat jeder andere Ansichten. Aber wenn jemand defensiv eine Bombenarbeit verrichtet, dann ist es für mich der ultimativ "schwere" Gegner.

Das Teilnehmerfeld wurde wie schon erwähnt auf 9 erweitert. Kritiker behaupten dass so die Kluft zwischen gut und schlecht vergrößert wird. Was sagen sie zur dies jährigen Leistungsdichte?

Kritiker haben beim letzten BC sowieso kein Platz, da bin ich knallhart. Und ob es überhaupt wieder eine Kluft gibt muss sich erstmal zeigen. Aber sicher agiert nicht jeder auf dem selben Niveau. Ich erinnere immer wieder gerne an den 5.BC 2011(2), bei dem die ganze Liga im Titelkampf, oder je nachdem auch im Abstiegskampf steckte. Da bist du mit 16 Punkten abgestiegen, sagt wohl alles oder? 

Herr Lechleitner gibt es noch etwas was Sie Rückblickend auf die BC Geschichte zum Abschluss noch sagen wollen?

Ich danke allen zuverlässigen Teilnehmern für ihre Treue. Auf das letzte Highlight!

Wir wünschen viel Erfolg auf Ihrer großen Abschiedstournee.   

 


Wer wird 8.BC-Meister ?
Yannic Ockert 10%
Steffen Klooz 10%
Benjamin Lechleitner 30%
Benedikt Bauer 10%
Steffen Wahl 10%
Mario Kasian 20%
Lukas Pfeiffer 0%
Dominik Roßwog 10%
10 Stimmen gesamt


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